Archive for the 'Logbuch' Category

Zwischenbericht zum Start ins zweite Halbjahr

Mittlerweise habe ich meinen Schub fast vollständig verdaut, eine klasse Projektmanagerin eingearbeitet, eine eigene Website für das Life Coaching ins Leben gerufen und auch einige neue Termine stehen an. So freue ich mich z. B. auf eine Vortragsreihe in zehn verschiedenen Städten, bei der sich vielleicht auch die Gegebenheit gibt, den ein oder anderen von Euch persönlich kennen zu lernen.

 Ich starte also voller Energie in die zweite Hälfte 2008.

 Was sind Deine Ziele für das kommende Halbjahr?

Jubiläum

Dienstag, 10. Juli 2007

11:34 Uhr – Wochenprotokoll:

Das Protokoll fällt dieser Tage naturgemäß etwas kürzer aus, da ich ja bekanntlich zur Reha-Maßnahme in Bad Wildbad weile.

Was aber nicht Untätigkeit, sondern Zeit für einige auf der Strecke gebliebenen Arbeiten bedeutet (der extra bestellte Fernseher ist eigentlich überflüssig).

Zum Beispiel habe ich gerade die Übersicht über einen Impuls-Vortrag fertig gestellt, die ich dann ab kommenden Monat an Amsel-Landesverbände und einige Kur- und Rehakliniken versenden werde.

Der Rest meiner Arbeiten werde ich wohl ebenfalls erst in den kommenden Wochen zurück im Büro ferig stellen können.

Dazwischen kam eine kurze Schreckensmeldung: In Deutschland gibt es ab der kommenden Saison kein Football mehr zu sehen. Die amerikanische Muttergesellschaft hat kurzerhand den europäischen Betrieb eingestellt. 😦 Dabei hatte ich extra versucht, meine Seminartermine so zu legen, dass sie möglichst nicht mit eventuellen Heimspielen kollidieren.

Weit positiver fällt dagegen die Meldung aus, dass ich heute das erste Jubiläum feiern:

* tatatata * (Fanfarenklänge)

Das Blog ist seit einem Monat online. Mittlerweile kann ich mehr als 1.500 Besucher zählen, was mich nach nur 30 Tagen natürlich sehr freut.

Ein herzliches

Dankeschön

an dieser Stelle allen Besuchern, die das Blog besucht oder sogar verlinkt bzw. weiterempfohlen haben!

Das Team

Dienstag, 26. Mai 2007

07:39 Uhr – Wochenprotokoll:

Die Pressemitteilung zum Blogstart habe ich noch einmal überarbeitet. Das Ergebnis ist eine erste E-Mail von einer Redakteurin unserer regionalen Tageszeitung, Sie möchte einen Termin mit mir vereinbaren, sobald ich aus der Kur zurück bin. Was aus den anderen vielversprechenden Telefonaten mit Redakteuren wurde, weiß ich bislang nicht. Vielleicht rufe ich noch mal an. Aber zuvor werde ich mit einer PR-Beraterin sprechen.

Angelika sendet mir eine Mail mit den Textkorrekturen für zwei Flyer: Sie sollen Coaches und Klienten kurz und prägnant darüber informieren, was wir tun. Ich leite die Texte direkt an Bernd weitergeleitet, der jetzt drei Wochen Zeit hat, aus dem Rohmaterial entsprechende Entwürfe zu fertigen.

Das Büro von Dr. Knoblauch kommt auf mich zu, um zwei Meet-The-Mentor-Workshops zum Thema Effektiv bessere Ergebnisse“ am Tag der Gelassenheit 2008 anzufragen. Ich sage direkt zu und erstelle einen kurzen Zweiteiler für die Ausschreibung. Der Tag der Gelasssenheit Ende März jeden Jahres in Ulm ist eine tolle Gelegenheit, seine Arbeit zu präsentieren, zu der regelmässig über 1.000 Besucher erwartet werden. Vielleicht werde ich dort sogar einen Ausstellungsstand belegen?

Achtung Gewinnspiel: Unter allen Kommentaren auf dieses Posting vergebe ich kostenfrei eine Eintrittskarte (Der Rechtsweg ist allerdings völlig ausgeschlossen und absolut subjektiv: Ich nehme einfach den Kommentar, der mir am besten gefällt.)

Gestern habe ich die letzen Details des Lizenzvertrages und der Leistungsbeschreibung mit meinem Freund und Rechtsanwalt Matthias abgestimmt. Danach ging es weiter, um Frau Adam als Projektmanagerin für uns zu gewinnen. Ihre enorme Erfahrung in der Pharmaindustrie könnte für uns noch äußerst wichtig werden.

Jetzt werde ich noch letzte Details mit meiner Sekretärin besprechen, bevor ich mich auf den Weg nach Bad Wildbad mache. Michaela ist ein Traum: Es gibt niemanden, der schneller und zuverlässiger arbeitet und gleichzeitig so loyal ist. Ich bezeichne Sie oft als mein Gedächtnis und wüsste nicht, was ich ohne Sie täte. Es war ein echter Glückstag, als sie sich im Oktober vor zwei Jahren bei mir beworben hat.

Ich werde mal eine Site mit dem Projekt-Team einstellen, damit ihr seht, von wem jeweils die Rede ist.

Übrigens: Das Endspiel meines Footballteams ging verdient verloren.

Woche 2.0

Dienstag, 19. Juni 2007

23:56 Uhr – Wochenprotokoll:

Woche 2.0 ist vorbei und in genau sieben Tagen steht mein erster dreiwöchiger Kuraufenthalt an.

Wenn ich meine To Do – Liste für diese Woche betrachte, ist die Kur alles in allem bereits so nah, dass ich sie am liebsten noch einmal verschieben möchte. Andererseits sind die Tage unmittelbar vor und nach einem Urlaub häufig am produktivsten, findet ihr nicht? Plötzlich ist innerhalb kürzester Zeit alles organisiert: Es wird ohne zu zögern delegiert, wer die Tiere füttert, die Blumen gießt und den Briefkasten leert. Das Bargeld wurde rechtzeitig besorgt und vielleicht sogar gewechselt, der Pass ist verlängert, die Impfungen auf den neuesten Stand gebracht. Die wichtigsten Leute sind unterrichtet und alle anstehende Aufgaben verteilt. Entscheidende Projekte wurden vorher noch zu Ende gebracht und E-Mails beantwortet, bevor man die Abwesenheitsschaltung aktiviert und den Anrufbeantworter neu besprochen hat. Alles läuft höchst effizient ab – einfach weil es muss.

Deshalb habe ich auch in dieser Woche wieder einiges auf der Agenda. Aber der Reihe nach:

Ein lieber Freund, Berater, Klient und Teilnehmer (in dieser Reihenfolge, lieber Bernd) ist Inhaber einer enorm kreativen und flexiblen Werbeagentur in Hannover, der ich unter anderem den schönen Himmel dieses Blogs verdanke.

In der vergangenen Woche habe ich auch das Motiv für die Life Coaching-Kampagne erhalten und bin wirklich begeistert. Es hat einige telefonischen Diskussionen gegeben, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen, was meint ihr?

taxi.jpg

Außerdem arbeite ich an einer Ausschreibung für einen Impuls-Vortrag zum Thema „MS als Chance“ für Treffen von Kontaktgruppen, Aktionstage oder andere Anlässe, in denen ich mein Wissen mit anderen Betroffenen teilen will. Und es gibt zahlreiche mentale Strategien, die ich bereits lange vor meiner Erkrankung in Motivationsseminaren weitergegeben habe, die sich gerade jetzt auszahlen. Mal sehen, wie ich hier am besten vorgehe und ob sich einige interessierte Organisatoren finden?

Und schließlich hatte ich ein tolles Telefonat mit einer interessanten Dame, auf dessen Fortsetzung ich mich bereits sehr freue, weil ich hoffe, mit ihr einen richtigen Profi in Sachen PR für unser Projekt gewinnen zu können.

Das Wochenende allerdings gehörte dann ganz dem American Football. Gemeinsam mit meinem sechsjährigen Sohn und seiner Mum konnten wir dabei sein, als mein Lieblingsteam sich auf den letzten Drücker für das Finale, den World Bowl XV am kommenden Samstag in Frankfurt, qualifizieren konnte. So ein Footballspiel muss man mal erlebt haben, ein echtes Highlight für die ganze Familie. Der Countdown zum Saisonhöhepunkt läuft und ich bin schon mächtig aufgeregt.

Das Ergebnis erfahrt ihr dann am kommenden Montag, bevor ich aufbreche zu neuen Abenteuern …

Der Start

Sonntag, 10. Juni 2007

 10:14 Uhr – Vorwort:

Der erste Eintrag in mein Logbuch. Ausgerechnet an einem Sonntag. Aber ich habe den Start ganz bewusst auf das heutige Datum gelegt. Denn auf den Tag genau heute vor zwei Jahren wurde ich mit der Diagnose Multiple Sklerose konfrontiert. Meine Gedanken und Gefühle unmittelbar danach beschreibe ich an anderer Stelle auf diesen Seiten.

Aber in diesem Logbuch will ich den Blick nach vorne richten und die Entwicklung des Projektes Life Coaching schildern, das nicht nur meine Zukunft, sondern auch die anderer, von dieser Krankheit betroffener Menschen positiv beeinflussen soll. Woche für Woche werdet ihr deshalb an dieser Stelle erfahren, welche Schritte ich auf meinem Weg zurücklegen konnte. Aber künftig wird dies an einem anderen Tag erfolgen. Den Sonntag gönne ich mir als freien Tag. Ab nächster Woche …

10:43 Uhr – Bestandsaufnahme:

Ursprünglich entstand Life Coaching bereits vor zwei Jahren. Damals hatte ich gemeinsam mit einem Seminarteilnehmer die Idee, anderen Teilnehmern eine Antwort auf folgende Fragen am Ende meiner Seminare zu liefern:

a. Wie kann ich die erlernten Inhalte dauerhaft in mein Leben integrieren?
b. Welche Möglichkeiten habe ich, selbst in der Weiterbildungsbranche tätig zu werden?

Für die Beantwortung der ersten Frage lag der Begriff Coaching natürlich auf der Hand. Was mich störte, war die fast schon inflationäre Ausbreitung dieses Begriffes. Kaum ein Trainer, der nicht auch Coach mit auf seine Visitenkarte druckte.

Mir war klar, dass ein solches Coaching sich nicht auf den Bereich der Motivation beschränken durfte, sondern ganzheitlich ausgelegt sein musste. Aus Gründen der Effektivität war es unser Ziel, das ganze als Telefon-Coaching auszurichten. Zunächst hatten wir erwogen, ein ähnliches System aus den Vereinigten Staaten in Lizenz zu nehmen. Allerdings waren die gebotenen Inhalte für den deutschen Markt schlichtweg zu dünn.

In der Zwischenzeit ist viel passiert: Es gibt 26 Wochen-Module und 25 ausgebildete Life Coaches.

Aber die Reise hat erst begonnen …

11:12 Uhr – Wochenprotokoll:

In der vergangenen Woche hatte ich nur wenig Zeit für mein Projekt. Nachdem ich vergangenen Sonntag von einem offenen Produktivitätsseminar aus der Schweiz zurückgekehrt war, hatte ich am Montag doch relativ wenig Energie für andere Dinge. Nach drei Tagen Präsenztraining mit acht Teilnehmern ist der Akku erst einmal leer. Also kümmerte ich mich um das Auspacken der Sachen, habe einige Foto-CDs gebrannt, die ich an die Teilnehmern verschicken werde und noch einen meiner Kunden besucht, um einige Personalfragen in seiner Firma mit ihm zu besprechen. Abends war mein Highlight die erste Tennisstunde meines Lebens. Es lief überraschend gut und ich bin begeistert. Sicher werde ich jetzt in der fussballfreien Zeit einige Stunden darauf verwenden. Mal sehen, ob sich ein Tennispartner findet?

Geschäftlich ging es in den darauffolgenden Tagen heiss her: Besonders bei meinem ersten Versuch einer Kontaktaufnahme mit anderen MS-Betroffenen über die gängigen Foren schlugen die Wellen hoch. Ohne Böses im Schilde zu führen, dachte ich, es sei ein guter Weg über die bekanntesten Foren einige Unterstützung zu erhalten. Weit gefehlt. Es entbrannte ein Sturm der Entrüstung: „Werbung, Quatsch, unseriös … “ so lautetete größtenteils das Urteil der Communities. Viele hatten meinen Blog bereits vor seinem offiziellen Start besucht, nur den Link auf meine Standard-Website vorgefunden und sich so ein vorschnelles Urteil gebildet.

Aber nachdem ich einen ganzen weiteren Tag am Telefon verbracht habe, konnte ich einige wertvolle Tipps darüber verbuchen, wie das so zu laufen hat in den Foren. „Da kann man nicht einfach so reinspazieren ohne Guten Tag zu sagen“, durfte ich von der Online-Moderatorin des von Bayer betriebenen Online-Portals erfahren. Ach so, ok – dann also nochmal von vorn. Es gibt noch einiges an Hausaufgaben zu machen und bei der Gelegenheit einige Wogen zu glätten. Aber wenigstens weiß ich inzwischen, was eine Nickpage ist.

Die Arbeitswoche hatte dann aber doch noch einen versöhnlichen Ausgang: Es gab einige sehr konstruktive Telefonate mit Pressestellen relevanter Organistationen, die Interesse an meinem Projekt signalisiert haben. Mal sehen, wie es hier weitergeht?

Vorgestern habe ich abends noch einen schönen Platz auf der Terasse entdeckt, der sich ideal dazu eignet, um sich mit einem Glas Latte Macchiatto (wie schreibt man das?) dorthin zurück zu ziehen und Kraft zu tanken. Ich glaube, dahin sollte ich öfter mal flüchten. Vielleicht stelle ich nächste Woche einen Schnappschuß ein …

Den krönenden Abschluss meiner ersten Logbuch-Eintragung bildete dann ein Kinobesuch mit Freunden. Nachdem ich mich weigerte, meine Freundin in den dritten Teil einer Piratenschlacht mit dem Untertitel „Das Ende der Welt“ (wer will das schon erleben?) zu begleiten, einigte man sich auf eine Trennung auf Überlänge: Die Mädfels amüsierten sich mit Jonny Depp während mein Freund und ich einen phantastischen Thriller mit Anthony Hopkins sahen: „Das perfekte Verbrechen“ Uneingeschränkt empfehlenswert!

Allerdings kam ich so früh nach Hause (gegen halb vier), dass ich jetzt lansgsam Schluss mache, um mich noch etwas zu erholen.

Das war´s für die erste Woche. Ich freue mich auf Euer Feedback. Wir hören oder lesen uns …

Martin


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