Archive for the 'Persönlich' Category



Wieder im Einsatz

Hallo liebe Mit-leserinnen und -leser!

Nach den zahlreichen Rückfragen der letzten Zeit (vielen Dank dafür) wollte ich mich heute nur kurz zurück melden – bin soweit wieder ziemlich wohlauf und wieder voll da!

… to be continued …

 

Jetzt hat es mich auch erwischt

Nach fast drei Jahren ohne nennenswerte Anzeichen meiner Erkrankung hat mich nun also mein erster Schub ereilt. Streng genommen natürlich der zweite, den der erste war ja ursächlich für meine Diagnose.

Seltsamerweise wie bereits im Jahr 2005 in einer Zeit, als meine zweite Stieftochter konfirmiert wurde. Jetzt habe ich doch etwas Angst vor der Konfirmation meines Sohnes. Aber bis dahin sind es immerhin noch etwa sieben Jahre … 😉

Im Ernst: Seit nahezu zwei Wochen versuche ich mehr schlecht als recht, mit Kortison-Tabletten massive Sensibilitätsstörungen in den Griff zu bekommen. Das Arbeiten gelingt mir für einen halben Tag ganz gut, aber dann gewinnen die Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen und Übelkeit die Oberhand. Desahlb werde ich auf Anraten meines Neurologen nun ab Montag für drei Tage ambulant auf Infusionen umstellen, in der Hoffnung, damit weniger Nebenwirkungen und eine schnellere Linderung zu erhalten.

Von diesem Wermutstropfen abgesehen, läuft es ansonsten in meinem Leben gerade so wunderbar, dass ich in den vergangenen Monaten kaum noch Zeit zum Bloggen gefunden habe. Sorry. Davon demnächst mehr in diesem Kino …

Aber dafür ist es meinen Schlafstörungen immerin zu verdanken, dass ich hier mal wieder einige Posts eingestellt habe.

Jetzt werde ich mich allerdings erst mal auf eine gute Genesung konzentrieren, damit ich Ende der Woche mit netten Teilnehmern zu meinem Seminar in die Schweiz reisen kann …

Zwangspause

Sorry, der Blog muss eine kleine Zwangspause einlegen.

Alles weitere findet ihr hier:

http://effizientertainer.wordpress.com/2007/12/18/autsch/

Der Schatz des Lebens

lautet der Titel einer illustrierten Kinderbuch-Manuskriptes, dass ich bereits vor einigen Jahren verfasst habe.

Bestimmt ein dreiviertel Jahr lag es in einem Regal und wartete darauf, von mir an einige Verlage verschickt zu werden (Ich weiß heute auch nicht mehr warum, vielleicht hatte ich einfach Angst …).

Erst nach meiner Diagnose hatte ich dann auf einmal das Bedürfnis, verschiedene angefangene Dinge zuende zu bringen und habe es endlich gewagt.

Leider hat es trotz der Illustrationen einer guten Freundin nicht zu einer Veröffentlichung in einem der renommierten Kinderbuchverlage gereicht.

Wenn es aber ein paar Besucher meines Blogs gibt, die es ihrem Nachwuchs zwischen acht und zehn Jahren vor dem zu Bett gehen gerne vorlesen möchten, würde mich das nichtsdestotrotz sehr stolz machen.)

In diesem Fall schenke ich Euch eine zwanzigseitige Geschichte über den unermesslichen Schatz des Lebens. Auf ihrem Weg lernt Jule eine Menge, was ihr hilft, den Schatz zu entdecken. Und erfährt, warum so viele Erwachsene ihn oft vergeblich suchen …

Für Kinder und Erwachsene, die sich ihre Neugier bewahrt haben.

Einfach per E-Mail anfordern – Ihr erhaltet die Geschichte dann kostenlos im pdf-Format.

Fundstücke auf meiner Camera

Klein, aber oho – Frechdachs Tim beim Angriff auf einen Papparazi im Liegestuhl:

Vorfreude auf Zuhause – Ludger kurz vor der Abreise:

Berüchtigt und gefürchtet – der sagenumwobene Quellenhof-Aufzug:

Stilles Örtchen – ein schöner Platz im Kurpark (und besonders wichtig in Wildbad: mit Überdachung):

Last but not least – aufgrund einer Beschwerde, ich hätte kein schönes Bild von den beiden eingestellt. Bitteschön:

Wildbad-Impressionen

Einer der (seltenen) sonnigen Morgende im Kurpark

Mittags entlang der Enz durch den Kurpark  

und Abends vor dem Aquarium

Time to say goodbye

Es war schön hier!

Ok, es gab ein paar kleine Schönheitsfehler, wie z. B. das Servicepersonal ab 21:30 Uhr, aber im Ganzen betrachtet, war es wirklich einwandfrei!

Deshalb nach drei Wochen „Quellenhof“ meine fast uneingeschränkte (Details zu den „Wermutstropfen“ gerne telefonisch) Empfehlung an alle MS-Betroffenen, die mit dem Gedanken an eine Reha-Maßnahme spielen. Hier seit ihr alles in allem wirklich gut aufgehoben.

Gestern Abend gab es für mich dann noch eine „süße“ Fenchelteebeutelcollage nebst Gedicht von Melanie und Sabine und wir schlugen uns im Anschluß mit Bitter Lemon und reichlich Gekicher bis 23:30 Uhr in der Empfangshalle durch (ich weiß noch gar nicht, was ich ab morgen an meinen Abenden anstellen soll).

Inzwischen sind die Koffer gepackt (und im Gegensatz zu manchem Urlaub brauche ich nicht mehr als bei meiner Anreise) und gegen 10 Uhr geht es nach einem letzten Frühstück gefolgt von ausgiebiger Verabschiedung auf meine etwa 90-minütige Heimreise.

Zu meiner Freude soll das Wetter dann auch wieder in gewohnte Wildbad-Temparaturen umschlagen.

Alles andere als rosige Aussichten für die verbleibenden Patienten, würde ich sagen …

Der Abschied naht

Ich gebe zu, inzwischen gibt es auch ein weinendes Auge, wenn ich an morgen denke.

Zu viele tolle Menschen habe ich hier kennen gelernt:

Bei Frau Dr. Meissner mein Herz ausgeschüttet, bei Herrn Blessing Kunst geschnuppert, bei Herrn Dr. Flachenecker Konzepte erarbeitet , bei Frau Krusche geschwitzt, bei Frau Seidel gegrinst, beim einen Italiener Pizza und beim anderen Eis gegessen, bei Schwester Dawn Medikamente geholt, bei Herrn Seitz Geschäftsideen entwickelt, bei Herrn Becker gesurft, bei Herrn Lux entspannt, bei Frau Bucher zugehört, bei Frau Annuth inhalliert, bei Frau Kollie geübt, bei Frau Koenigs Impulse erhalten …

Mit Tim Fussball gespielt, mit Sabine Wasser getreten, mit Walli getrunken, mit Emel gefeiert, mit Steffi geblödelt, mit Moritz gestrahlt, mit Ulrike philosophiert, mit Melanie geweint, mit Ludger diskutiert, mit Dieter gequatscht, mit Lena spaziert, mit Jürgen gewartet, mit Barbara gefachsimpelt, mit Josef gespielt, mit Doris gefreut …

Und um es mir noch schwerer zu machen, strahlt die Sonne seit drei Tagen von Stunde zu Stunde stärker, so als kenne sie in Bad Wildbad gar nichts anderes.

Aber es hilft alles nichts: Meine letzten 24 Stunden sind bereits angelaufen.

Kunsttherapie und Phase 10

Nun gut, hier ist es – das Ergebnis meiner Kunsttherapie:

Kunsttherapie

Melanie meinte zwar, ich müsse mit einer mindestens dreiwöchigen zwangsweisen Verlängerung meines Aufenthaltes rechnen, wenn ich jemandem das Bild zeige, aber ich finde es eigentlich ziemlich gelungem.

Nachdem die Idee fast drei Wochen zum Reifen brauchte, war die Realisierung heute in nur 45 Minuten erledigt (abgesehen von der aufwendigen Grundierung). Nach dem Besuch eines Taufgottesdienstes war ich irgendwie inspiriert …

Hier sehen wir die Feierabend-Kunstkritikerin als eine von zwei renitenten Quellenhof-Patientinnen, die ein aus diversen Mutter-Kind-Kuren überliefertes Kartenspiel namens „Phase 10“ im Aufenthaltsbereich des fünften Stocks bis in die frühen Morgenstunden (daher die schlechten Lichtverhältnisse) zelebrieren und dadurch ernsthaft an ihrem Reha-Erfolg interessierte Menschen wie mich um ihren wohlverdienten Schlaf bringen.

Nachtrag zum Vortrag

Es waren dreizehn Teilnehmer, darunter der Klinikleiter Dr. Flachenecker sowie die leitende Psychologin Dr. Meissner, die sich in Raum C28 einfanden, um meinen Ausführungen bei Wildbad-untypischen + 30 Grad zu lauschen. Etwa 70 Minuten hatte ich Gelegenheit, einige Werkzeuge vorzustellen, die mir bei der Bewältigung meiner Krankheit geholfen haben. Das Urteil der Patienten war einhellig positiv.

Heute gab es dann das Feedback der Profis:

„Viel Selbsthilfe aber nur wenig MS-Bezug“ war dabei einer der Kritikpunkte.

???

Dabei hatte ich in meiner kurzfristig realisierten Veranstaltung ganz bewusst auf diesen Bezug weitestgehend verzichtet, drehen sich doch sämtliche sonst angebotenen Vorträge ausschließlich um diesen Themenkreis.

Dennoch stand am Ende für alle Beteiligten das positive Fazit, dass die Idee durchaus ausbaufähig sei und auch für die Amsel eine Berreicherung darstellen könne.

Zurück zuhause werde ich mir nun den weiteren Verlauf überlegen und mit den entsprechenden Stellen besprechen.

Einstweilen tröste ich mich mit der Erkenntnis, dass alle Teilnehmer aus den Reihen der Patienten mindestens einen sofort umsetzbaren hilfreichen Tipp mit nach Hause nehmen konnten. Was will ich mehr?

Kleines Curiosum am Rande: Zufällig (!) erhielten die vier Teilnehmer der Krankheitbewältigungsgruppe heute morgen die Kopie der Abwandlung eines Gedichtes, das ich in ähnlicher Form in meinem Vortrag präsentiert hatte.  🙂


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