Archiv für April 2008

Jetzt hat es mich auch erwischt

Nach fast drei Jahren ohne nennenswerte Anzeichen meiner Erkrankung hat mich nun also mein erster Schub ereilt. Streng genommen natürlich der zweite, den der erste war ja ursächlich für meine Diagnose.

Seltsamerweise wie bereits im Jahr 2005 in einer Zeit, als meine zweite Stieftochter konfirmiert wurde. Jetzt habe ich doch etwas Angst vor der Konfirmation meines Sohnes. Aber bis dahin sind es immerhin noch etwa sieben Jahre … 😉

Im Ernst: Seit nahezu zwei Wochen versuche ich mehr schlecht als recht, mit Kortison-Tabletten massive Sensibilitätsstörungen in den Griff zu bekommen. Das Arbeiten gelingt mir für einen halben Tag ganz gut, aber dann gewinnen die Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen und Übelkeit die Oberhand. Desahlb werde ich auf Anraten meines Neurologen nun ab Montag für drei Tage ambulant auf Infusionen umstellen, in der Hoffnung, damit weniger Nebenwirkungen und eine schnellere Linderung zu erhalten.

Von diesem Wermutstropfen abgesehen, läuft es ansonsten in meinem Leben gerade so wunderbar, dass ich in den vergangenen Monaten kaum noch Zeit zum Bloggen gefunden habe. Sorry. Davon demnächst mehr in diesem Kino …

Aber dafür ist es meinen Schlafstörungen immerin zu verdanken, dass ich hier mal wieder einige Posts eingestellt habe.

Jetzt werde ich mich allerdings erst mal auf eine gute Genesung konzentrieren, damit ich Ende der Woche mit netten Teilnehmern zu meinem Seminar in die Schweiz reisen kann …

Erbsenzähler

Die Idee eines Vortragsteilnehmers des Coaches Sandra Heinzelmann gefällt mir: Er bezeichnet sich selbst als „Erbsenzähler“. Plötzlich kramte er während des Gespräches in seiner Hosentasche und drückte ihr ein paar Bohnen in die Hand. Diese, so der Mann, seien bestens dafür geeignet Glücksmomente zu zählen: Jedes Mal, wenn er etwas als schön oder angenehm erlebe, stecke er eine Bohne von einer Hosentasche in die andere. So ließe sich am Ende des Tages Glücksmomentebilanz ziehen. Er habe diese Idee aus einem Buch von Horst Cohnen adaptiert und sie leicht abgewandelt.

Der Überlieferung nach verdanken wir das Zählen mit Hülsenfrüchten übrigens Karl Baedeker (1801 – 1859): Er gilt als der Vater der „Erbsenzähler“. Beim Besteigen des Mailänder Doms soll der westfälische Freiherr Karl Gisbert Friedrich von Vincke 1847 Baedeker dabei ertappt haben, wie dieser alle 20 Stufen stehen blieb und eine trockene Erbse von der Westen- in die Hosentasche steckte. Mit 20 multipliziert, ergab die Zahl der Erbsen plus Reststufen die präzise Stufenangabe für Baedekers späteren Reiseführer.

Solche Gegenstände – seien es Erbsen, Bohnen, Perlen oder kleine Steine – können im Alltag als so genannte Anker dienen. Sie rufen im optimalen Falle schon beim Betrachten oder Berühren das angenehme Gefühl hervor, das wir ihnen zuschreiben, und verstärken es. Vielleicht inspiriert Sie das auch zu etwas? Ich freue mich, wenn Sie Ihren Kommentar hinterlassen.


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